neue Chance nutzen

Das Leben bietet viele Chancen! – Nutzt du diese?

Als ich in meiner Firma eingeführt hatte, dass meine Mitarbeiter mich einmal im Jahr bewerten dürfen, war ich über die Auswertung sehr überrascht. Ich hätte mich selbst in einigen Punkten besser eingeschätzt als meine Mitarbeiter, aber ich hatte dadurch die Möglichkeit, genau an diesen Punkten anzusetzen und konnte dies als Chance nutzen, mich zu verbessern.

 

Jeder Tag bietet neue Chancen.

Du kannst jederzeit etwas ändern – nächstes Jahr, nächsten Monat, nächste Woche, morgen, heute, in der nächsten Stunde, innerhalb der nächsten Minuten – ja sogar in diesem Augenblick kannst du eine Veränderungen beschließen bzw. eine neue Chance ergreifen. Die Voraussetzung: der wirklich ernst gemeinte Wunsch dahinter!

Kennst du diese Menschen, die mit einem am Tisch sitzen und davon reden etwas zu verändern?
Diese Menschen haben dabei auch wirklich gute Ideen und scheinen ganz genau zu wissen, wie man es angehen muss. Doch genau diese Art von Menschen sitzt in fünf Jahren immer noch da und redet nur. Sie gehen es nicht an! Warum nicht?

Nun ja, am schwierigsten sind die Fragen: Wie gehst du mit dem Wunsch um? Lässt du dich von den ersten Problemen aus dem Sattel werfen oder ziehst du es durch? Häufig kommt der Gegenwind tatsächlich aus dem unmittelbaren Umfeld. Doch gerade diese Menschen meinen es gut mit dir. Das wichtigste ist, dass der Wunsch, etwas zu ändern, wirklich da ist und von dir selbst ernst genommen wird.

Ob man etwas sofort angehen kann oder doch lieber erst Morgen, zum Wochenstart, im neuen Monat oder gar im neuen Jahr, hängt stark vom Projekt ab, denke ich. Große Projekte, wo beispielsweise viel investiert wird oder ein gewisses Risiko besteht, brauchen einfach eine gewisse Planung, aber selbst diese solltest du so schnell wie möglich und ohne Aufschieberitis angehen.
Andere Projekte müssen jedoch sofort angegangen werden. Dabei denke ich beispielsweise an Sport oder an eine Ernährungsumstellungen. Hier ist ein Aufschub auf die oben genannten, sehr beliebten Ausweichtage nur eine Ausrede, weil du deinen inneren Schweinehund noch nicht bereit bist zu überwinden.

Ganz egal zu welcher Kategorie dein Projekt gehört bzw. zu welcher du es zählst, wenn du wirklich etwas verändern möchtest, steht Eines fest:

 

Du brauchst neue Gewohnheiten!

Wenn ich zum Beispiel eine negative Charaktereigenschaft habe, welche ich nicht gut finde und unbedingt ablegen möchte, reicht dafür mein Wille allein nicht aus. Um eine langfristige Veränderung hervorzurufen und um meinen Geist neu zu programmieren, brauche ich neue Gewohnheiten, die mich zu meinem Ziel führen. Diese neuen Gewohnheiten muss ich einüben!

Am ehesten gelingt mir das, wenn ich mir dazu Dinge schaffe, die mich immer wieder an meine neue Gewohnheit erinnern. Wenn ich das nicht mache oder meine eigenen Hilfestellungen außer Acht lasse, stehe ich in einem Monat wieder an der gleichen Stelle und habe es nicht geschafft meine negative Charaktereigenschaft ins Positive zu bringen.

Eines meiner Hilfsmittel ist beispielsweise mein Planer. Dieser begleitet mich immer und überall. Darin kann ich mir Gedankenstützen eintragen, damit ich nichts vergesse. Ich habe mir ein Muster erschaffen um das abzutrainieren, was ich für mich als negative Eigenschaft erkannt habe. Jeder Tag bietet also eine Chance, das neue Verhalten einzutrainieren. Irgendwann genügt es, wenn ich mich nur noch einmal pro Woche daran erinnere. Sobald ich etwas nur noch einmal im Monat im Planer stehen habe, ist es im Grunde verinnerlicht und zu einer neuen Gewohnheit geworden.

 

Feedback ist sehr wichtig

Ob ich meine negative Eigenschaft erfolgreich abgelegt habe oder nicht, sehe ich, wenn mich meine Mitarbeiter einmal im Jahr bewerten. Dazu teile ich meinen Mitarbeitern und Azubis einen Fragebogen mit recht vielen Fragen aus und dort geben sie „Butter bei die Fische“.

Auf diese Weise erkenne ich, wo ich meine weniger tollen Seiten habe. Durch dieses ehrliche Feedback kann ich mich verbessern. Ich bekomme Schulnoten und weiß welche Note ich mir vorgenommen hatte zu verbessern und sehe wo es mir tatsächlich gelungen ist. Auf diese Weise kann ich Zahlen und Fakten wirklich kontrollieren.

Das Feedback ist wirklich wichtig! Wir Leben von unterschiedlichen Sichtweisen. Mir sitzt ein Mitarbeiter gegenüber und ich stelle zwischen uns eine Tasse. So, dass der Henkel zu mir zeigt. Wenn ich ihn bitte die Tasse zu beschreiben, wird er mir eine andere Tasse beschreiben als ich sehe. Klar, denn er kann den Henkel nicht sehen. Wir werden uns streiten!

Für ein reales Bild braucht es also die Sichtweise der Anderen und diese so ehrlich wie möglich.

Allerdings müssen beide Parteien bereit sein, auf die jeweils andere Seite zu schauen. Wenn ich als Vorbild vorangehen möchte und meine Mitarbeiter zum Perspektivwechsel anregen will, sollte ich  den ersten Schritt machen und mir die Tasse aus seiner Sicht ansehen gehen.
So gehe ich mit positiven Beispiel voran und zeige, dass ich bereit bin einen „Fehler“ zuzugeben. Ich kann sagen: „Ich sehe nun, welches Bild du mir von der Tasse beschrieben hast und muss zugeben, dass deine Beschreibungen zutreffend sind.“ Der Mitarbeiter fühlt sich verstanden und akzeptiert. Im nächsten Schritt sollte ich Ihn auf meine Seite einladen und Ihm zeigen, dass auch meine Beschreibungen der Tasse real sind.

 

Kannst du dir vorstellen, welchen Unterschied dieseVorgehensweise bewirkt, wenn es um gegenseitige Akzeptanz, Anerkennung und Wertschätzung geht?

Ich kann dir nur ans Herz legen, es bei der nächsten Gelegenheit auszuprobieren!

 

Du siehst: Im Grunde bietet jeder Tag mehrere neue Chancen – Jedoch musst du bereit sein diese wahrzunehmen! Wichtig ist, dass du weißt, was du willst und wo du hin möchtest. Offenheit und Ehrlichkeit zu sich selbst sind die ersten Schritte in die richtige Richtung. Des Weiteren solltest du immer bereit sein, erst bei dir selbst die gewünschten Veränderungen anzugehen, bevor du es von deinen Mitmenschen verlangst. Gehe immer mit gutem Beispiel voran!

 

Welcher Wunsch zur Veränderung steckt tief in dir? Wieso bist du diesen noch nicht angegangen?
Was sind deine Ausreden, um den Schweinhund zu schonen? Welche Hilfe benötigst du?

 

Erzähle mir auf Facebook von deinem Wunsch, deinem Vorhaben oder deinem aktuellen Projekt!
Welche Veränderung ist die in letzter Zeit gelungen?
Welche Chancen hast du bereits ergriffen?
Warum bist du schon öfter gescheitert?

 

In diesem Sinne – Nutze jede Chance und lebe deinen Traum!

Dein Holger Schmidt